| Kraftwerk
Rümeleinsäge - Chronik
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 | 1860
Die Rümeleinsäge wird gebaut. Der
damalige Besitzer
ist leider nicht bekannt. |
 | 1927
Am
10.11.1927 kaufte Josef
Schuster
(1884 - 1961)
von
Herrn Kommerzienrat Dr. jur. Max Konrad Wilsdorf (1876 - 1962) unter
anderem die Schneidsäge mit Sägstübel und
Hofraum, Gebäude… Zu diesem Zeitpunkt
erfolgt der Antrieb mit einem Wasserrad
von 6,50 m Durchmesser und
1 m
Breite. Es wurde ein Gefälle von 7,82 m und eine
Wassermenge
von 670 m³ / s benutzt. |
 | Orginalpläne
1930
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 | 1930
wurde
das Wasserrad gegen eine Francis
- Spiralturbine der Turbinenfabrik
Franz Gieler aus Straubing mit einem Synchronmotor ausgetauscht. Die
Turbine hatte einen Wasserverbrauch von 540 Ltr. / s. und
eine
Spitzenleistung von 43 PS (28 kW) laut Datenblatt, die
ursprünglich an einem Synchrongenerator erzeugt wurde. Zu
diesem
Zeitpunkt, war die öffentliche Stromversorgung noch nicht als
zuverlässig zu betrachten, so dass ein Inselbetrieb notwendig
war.
Die Regelung der Turbine übernahm deshalb auch ein
lastabhängiger Fliehkraftregler (Jahns Regler).
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 | 1940er
nach oben
In
der Zeit des 2. Weltkrieges und auch noch kurz danach wurden mit diesem
Strom Akkumulatoren
geladen. Mit deren Hilfe und eigenen Freileitungen
wurde Strom (wahrscheinlich Gleichstrom) an 3-4 benachbarte
Häuser
mit diversen Wohneinheiten geliefert und verkauft. Da der erzeugte
Strom ja tagsüber für den Betrieb benötigt
wurde,
wählte man wahrscheinlich diesen Umweg über die
Akkumulatoren. Als nach dem Krieg die Stromversorgung des
zuständigen EVU´s (OBAG) aufgebaut wurde, stellte
man diese
Versorgung wieder ein. |
 | 1951
überlässt
Josef Schuster sen. (1884 - 1961) das Sägewerk an
die Josef
Schuster OHG, Spiegelau, Sägewerk und
Holzwollefabrik, die er
und
sein Sohn Josef Schuster jun. (1919 – 2005) bereits 1947
gegründet hatten. Das Sägewerk geht als Einlage in
den Besitz
der OHG über.
1961
Josef
Schuster sen. stirbt und sein Sohn Josef
Schuster jun. (1919 –
2005)
führt den damals gemeinsamen Betrieb (OHG) allein weiter.
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 | 1968
In
den 30er Jahren hat die Gemeinde Spiegelau ca. 120 m unterhalb des
Wehres den Altbach mittels einer Sperrmauer und
Bretter-Schützen
angestaut und als Bad
benutzt. Es wurden auch Badekabinen errichtet.
Der Bach verläuft hier unmittelbar am Kanal und das Wasser ist
dann in den folgenden Jahren erst an dieser Stelle in den Kanal
eingeflossen. Das alte Wehr blieb aber weiter bestehen und auch der
Grund für den Kanal blieb in unserem Besitz, obwohl beides
nicht
unbedingt benötigt wurde. Nachdem die Gemeinde (wegen der
immer
größer werdenden Verunreinigung des Bachwassers) in
den 50er
Jahren ein anderes Bad erbaute, wurde von uns die Wasserausleitung
nunmehr weiterhin so belassen. Da aber dieses Wehr (Bad) keine
wasserrechtliche Genehmigung hatte, sollten wir wieder das alte Wehr
Instand setzen und wie früher benutzen, was 1968 auch
erfolgte. In
diesen Schreiben wird von dem „Sägewerk
Spiegelaumühle“ gesprochen. |
| 1973
wird
der Sägebetrieb
eingestellt. Mit dem „Kraftwerk
Rümeleinsäge“ wird ab jetzt nur noch Strom
erzeugt,
ohne ihn für den Sägebetrieb zu verwenden.
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| 1980
Das
Rechengitter wird erneuert und das Einlaufbauwerk - Wasserschloss
(damals noch nicht überdacht!) von der Wasserführung
her
umgestaltet. Ein Kettenreiniger wird ebenfalls eingebaut. |
| 1984
Der
Jahnregler wird stillgelegt und eine hydraulische Regeleinrichtung
mit
Wasserstandsmessung wird von der Fa. Finke (Griesbach) eingebaut.
Zusätzlich wird der alte Synchrongenerator gegen einen 30 kW
Asynchrongenerator ausgetauscht, der viel einfacher zu bedienen war,
weil er vor dem Zusammenschalten nicht synchronisiert werden
musste. |
 | 1990
Betriebsübergabe
an den Sohn Klaus Schuster, der die vorhandene Anlage bis
1994
unverändert weiterführt. |
 | 1994
nach oben
Am
11.08.1994 werden die ersten Bauarbeiten für das neue
„Wasserkraftwerk Rümeleinsäge“ am
Rand des
ehemaligen Holzlagerplatzes begonnen. Am 17.10.1994 wird
die alte
Franzis – Turbine nach 64 Jahren Dauerbetrieb
endgültig
abgestellt und in den nächsten Wochen fieberhaft an der
Verlegung
der Rohrleitung zum neuen Kraftwerksgebäude gearbeitet. Am
10.11.1994 ist es endlich so weit. Die neue Durchströmturbine
der
Fa. Volk (Schwarzwald) wird in Betrieb genommen. Der Schaltschrank wird
von der Fa. Finke Griesbach geliefert.
Die neue
Turbine ist
gemäß dem Altrecht des Wasserrades dimensioniert
worden und
liefert ca. 44 kW max. ins Netz des zuständigen
EVU´s. Dies
alles wurde in einem neuen Wasserrechtsantrag beantragt und bewilligt
(Altrecht).
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 | 1995
wird
die alte Wehranlage,
die weit über 100 Jahre alt gewesen sein
muss,
umgebaut und modernisiert.
Sie war früher in reiner
Holzbauweise
ausgeführt und war in dementsprechend schlechtem Zustand, da
eine
Unterspülung nur sehr schwer abzudichten ist. Das neue Bauwerk
besteht aus einer Mischung von Beton und Holz und ist wesentlich
sicherer bei Hochwasser. In diesem Zug wird auch eine
Fischtreppe eingebaut, die aber noch nicht so gut ausgeführt
ist.
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 | 2000
Um
Flimmereisprobleme besser zu beherrschen, wird vor der
Rechenreinigungsanlage ein Ausgleichsweiher
angelegt, um die
Strömungsgeschwindigkeit zu verlangsamen. |
 | 2002
Jahrhunderthochwasser
hinterlässt so gut wie keine Schäden, obwohl der
Turbinenraum überflutet wurde. |
 | 2004
Rechenreinigungsanlage
wird mit Hilfe eines Hydraulischen
Rechenreinigers der Fa. Friedl
& Harant (Spiegelau), modernisiert. |
 | 2005
nach oben
Die
Fischtreppe
wird von der Fa.
Schreiner K + K Bauunternehmen (Neuschönau) ökologisch optimiert
(länger,
breiter,
tiefer…). Sie ist jetzt auf dem modernsten Stand der Technik! |